Die passende Wasserenthärtungsanlage finden: So gelingt der Angebotsvergleich

Ihr Haus liegt in einer Region mit hartem bzw. kalkhaltigem Wasser? Dann ist eine Wasserenthärtungsanlage eine sinnvolle Investition. Die Auswahl an Enthärtungsanlagen sowohl beim örtlichen Installateur als auch im Internet scheint auf den ersten Blick riesig. Es gibt jedoch zahlreiche Merkmale, an denen Sie die Qualität einer Wasserenthärtungsanlage und somit das Preis-Leistungsverhältnis eines vorliegenden Angebotes sehr gut einschätzen können. Im folgenden Artikel zeigen wir Ihnen:

  • Wann eine Wasserenthärtungsanlage sinnvoll ist
  • Funktion und Unterscheidungsmerkmale von Enthärtungsanlagen
  • Welche Voraussetzungen für den Einbau eines Wasserenthärters erfüllt sein müssen
  • Worauf Sie beim späteren Betrieb einer Enthärtungsanlage achten sollten
  • Mit welchen Kosten zu rechnen ist und wie Sie eingeholte Angebote für Wasserenthärtungsanlagen effizient vergleichen. Hierfür steht Ihnen kostenfrei unsere Checkliste zum selber Ausfüllen für den Angebotsvergleich zur Verfügung.

 

Vorteile einer Wasserenthärtungsanlage: Aus hart mach' weich

Hartes Wasser enthält besonders viel Kalk. Als Härtebildner zählen vor allem Calcium und Magnesium. Ab einer Wasserhärte von 14°dH zählt Wasser zum Härtebereich „hart“. Eine Wasserenthärtungsanlage mit Salz entzieht dem Trinkwasser die Härtebildner Calcium und Magnesium und tauscht diese gegen Natrium aus. Man spricht dabei von Wasserenthärtung durch Ionenaustausch. Dadurch wird hartes Trinkwasser zu weichem Trinkwasser. Häufig wird daher eine Enthärtungsanlage auch als Weichwasseranlage bezeichnet. Weiches Wasser hat gegenüber hartem Wasser sowohl qualitative als auch finanzielle Vorteile.

 

Zusammengefasst: Vorteile einer Weichwasseranlage

  • Weiches Wasser verursacht weniger Kalkablagerungen auf wasserberührten Flächen
  • Die Reinigung von Oberflächen und Armaturen fällt leichter und geht schneller
  • Küchen- und Haushaltsgeräte müssen weniger entkalkt werden
  • Keine Einbußen an Energieeffizienz durch die Verhinderung von Kalkablagerungen auf Wärmeübertragungsflächen
  • In der Trinkwasserinstallation eines Gebäudes lagert sich weniger Kalk ab. Dies wirkt sich positiv auf die Hygiene in der Trinkwasserinstallation aus.

 

Wann eine Enthärtungsanlage sinnvoll ist

Ob sich die Anschaffung einer Wasserenthärtungsanlage für den eigenen Haushalt lohnt, kann jeder relativ einfach an mehreren Faktoren nachprüfen. Ein wichtiger Indikator ist die Wasserhärte des eigenen Leitungswassers. Diese kann man ohne großen Aufwand auf der Internetseite des örtliches Wasserversorgers oder der Stadt bzw. Gemeinde einsehen. Dabei sollten Sie in der Trinkwasseranalyse nach dem Wert für die sogenannte „Gesamtwasserhärte“ Ausschau halten. Ab einer Gesamtwasserhärte von 14°dH oder mehr wird die Verwendung einer Wasserenthärtungsanlage empfohlen und ist auch technisch sinnvoll. Optional können Sie zuhause am Wasserhahn unter Zuhilfenahme eines Wasserhärtetests die Gesamtwasserhärte messen.
Ein weiteres Indiz dafür, dass eine Wasserenthärtungsanlage sinnvoll ist, ist der Aufwand für Reinigungs- und Entkalkungsarbeiten von Haushaltsgeräten und Oberflächen. Befindet sich viel Kalk im Leitungswasser, lagert sich dieser besonders schnell z. B. an Wasserhähnen, Duschköpfen oder im Wasserkocher ab. Dadurch, dass eine Enthärtungsanlage weiches Wasser zur Verfügung stellt, wird dieser Aufwand deutlich reduziert. Eine Wasserenthärtungsanlage ist bei hartem Wasser somit nicht nur aus technischen Gründen sinnvoll, sondern bietet auch Komfort-Vorteile im Haushalt.

 

Im Überblick: 5 Merkmale, an denen Sie erkennen, dass eine Wasserenthärtungsanlage sinnvoll ist

  • Hartes Leitungswasser mit einer Wasserhärte von 14° dH oder höher (also besonders viel Kalk im Wasser)
  • Entkalkung von Haushaltsgeräten ist besonders oft notwendig
  • An Wasserhähnen, Duschköpfen und Oberflächen lagert sich bereits nach kurzer Zeit Kalk ab
  • Der Wasserdruck wird schleichend geringer (kann ein Indiz für verkalkte Rohrleitungen sein)
  • Die Haut fühlt sich nach dem Duschen „kratzig“ und trocken an

 

Die Funktion einer Wasserenthärtungsanlage: Das Prinzip des Ionenaustauschs

Eine Wasserenthärtungsanlage mit Salz beruht auf dem sogenannten Prinzip des Ionenaustauschs. Zentrales Merkmal ist dabei, dass die Calcium- und Magnesiumionen (Kalk) im Wasser gegen Natriumionen ausgetauscht werden. Um 1 Liter Trinkwasser um ein 1 °dH zu enthärten, werden 8,2 mg Natrium benötigt. Da der Grenzwert für Natrium in Deutschland gemäß der Trinkwasserverordnung bei 200 mg/l liegt, darf Trinkwasser maximal um knapp 24,4 °dH enthärtet werden, wenn der anfängliche Natriumgehalt bei 0 mg/l liegt. 

Das benötigte Natrium wird hierbei durch das Salz (Natriumchlorid) bzw. die Salztabletten zur Verfügung gestellt, welche regelmäßig in den Salz-Vorratsbehälter der Wasserenthärtungsanlage nachgefüllt werden müssen. Das im Vorratsbehälter befindliche Salz wird mithilfe von Leitungswasser aufgelöst. Die dadurch entstehende Salzlösung wird verwendet, um das sogenannte Ionenaustauscherharz mit Natriumionen zu „beladen“. Diesen Vorgang nennt man auch „Regeneration“. Je nach Größe des Ionenaustauscherharzes, kann eine Wasserenthärtungsanlage immer nur eine bestimmte Menge an enthärtetem Wasser zur Verfügung stellen. Ist das Ionenaustauscherharz erschöpft, sind also keine Natriumionen mehr im Harz vorhanden, wird eine neue Regeneration ausgelöst und der Prozess beginnt von Neuem. Ein Einfamilienhaus, welches in einer Region mit hartem Wasser steht, benötigt je nach Wasserhärte und Wasserverbrauch zwischen 50 kg bis 100 kg Salz pro Jahr.

Foto: Wasserenthärtungsanlage mit separatem Salzbehälter
 

Was Sie in Bezug auf die Trinkwasserqualität beachten sollten

Eine Enthärtungsanlage mit Salz auf Basis des Ionenaustauschs führt zu einem Eingriff in die Trinkwasserzusammensetzung, wie Sie von Ihrem örtlichen Versorgungsunternehmen eingespeist wird. Dabei ist zu beachten, dass es zu einem Anstieg des Natriumgehaltes kommt.

 

Einbauvoraussetzungen für eine Enthärtungsanlage

Grundsätzlich ist es sinnvoll, eine Wasserenthärtungsanalge direkt nach der Wasseruhr und dem Wasserfilter im Haus anzubringen. Im Idealfall an einer freien Stelle im Haus, bevor die Verteilung des Leitungswasser in das Haus erfolgt. So kann das enthärtete Wasser überall im Haus entnommen werden. Grundsätzlich kann eine Wasserenthärtungsanlage in jedem Raum angebracht werden, es sollten jedoch folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Genügend Platz, um die Anlage aufzustellen
  • Je nach Anlagentyp ca. 30 cm freie Rohrleitung
  • Ein Abwasseranschluss für das Regenerationswasser (ggf. Hebeanlage oder Regenerierwasserförderpumpe)
  • Stromversorgung bzw. freie Steckdosen in der Nähe des Aufstellortes

 

Betrieb einer Wasserenthärtungsanlage

Eine sorgfältige Wartung der Wasserenthärtungsanlage ist wichtig, damit ein reibungsloses Funktionieren der Anlage gewährleistet werden kann. Die Wasserenthärtungsanlage muss einmal im Jahr gewartet werden und sollte durch eine entsprechende Firma oder einen Werkskundendienst erfolgen. 
Ob sich ausreichend Regeneriersalz im Solebehälter befindet, können Sie in regelmäßigen Abständen auch selbst kontrollieren. Ist das nicht der Fall, funktioniert die Anlage nur eingeschränkt. Achten Sie darauf, dass der Solebehälter immer abgedeckt ist, so schützen Sie Ihren Enthärter vor Staub und Ungeziefer. Das Salz sollte nicht verblockt und die Sole nicht ausgetrocknet sein. 
 

Gut zu wissen: Nachteile einer Wasserenthärtungsanlage

Neben der vielen Vorteile, die eine Wasserenthärtungsanlage mit sich bringt, sollten Sie sich auch über die Nachteile Gedanken machen. Denn die Anschaffung einer Wasserenthärtungsanlage ist ein großer Kostenfaktor, der gut überlegt sein sollte:

  • Bei unzureichender Kontrolle und Wartung der Enthärtungsanlage kann es zu hygienischen Beeinträchtigungen des Trinkwassers kommen
  • Bei längerer Stillstandzeit kann das Trinkwasser verkeimen
  • Die Natriumkonzentration im Trinkwasser und in den Gewässern wird erhöht, Mineralstoffe Calcium und Magnesium werden dem Trinkwasser entzogen
  • Eine Entkalkungsanlage mit Salz belastet die Umwelt durch Chlorid
  • Erhöhung der Metallaggressivität und damit Erhöhung des Risikos vor Korrosion
  • Es können Geschmacksveränderungen beim Trinkwasser auftreten
  • Folgekosten/laufende Kosten: Betriebs- und Unterhaltskosten der Anlage, Kosten für Regeneriersalz
  • Erhöhter Wasserverbrauch durch Regenerationsvorgänge

Aufgrund der Nachteile von Wasserenthärtungsanlagen wurden sogenannte Kalkschutzanlagen entwickelt. Erfahren Sie hier mehr über Kalkschutzanlagen und ihre Vorteile.

 

Wasserenthärtung ohne Salz?

Kalkablagerungen kann man auch ohne Salz reduzieren. In diesem Fall spricht man von sogenannten Kalkschutzanalagen. Diese Anlage dient dem Schutz der Trinkwasserinstallation vor Kalkablagerungen. Hierbei wird auch die Trinkwasserqualität nicht verändert.
Eine Kalkschutzanlage, auch Kalkwandler oder Kalkumwandler genannt, wird am Hauswasseranschluss eines Gebäudes installiert. Durch die Reduzierung der Kalkablagerungen wird zum Werterhalt eines Gebäudes beigetragen. Diese Schutzanlagen kommen vor allem zum Einsatz, wenn besonders viel Kalk im Leitungswasser ist. Bei einer Wasserhärte von 14° dH wird ein Gerät zum Kalkschutz empfohlen. 
Eine Kalkschutzanlage beruht auf dem Prinzip der Impfkristallbildung. Es werden mikroskopisch kleine Kristalle aus Kalk gebildet, an denen sich der Kalk im Wasser festsetzt und schließlich aus dem Rohrleitungsnetz ausgeschwemmt wird. 
Im Gegensatz zu einer Wasserenthärtungsanlage wird dem Wasser bei einer Kalkschutzanlage Calcium und Magnesium nicht entzogen. Es wird lediglich der bereits vorhandene Kalk im Wasser zu Kalkkristallen umgewandelt. Deshalb auch der Name Kalkwandler oder Kalkumwandler. Dem Wasser wird auch kein Natrium beigemischt wie bei einer Enthärtungsanlage. Es erfolgt demnach kein Ionenaustausch. Eine Kalkschutzanlage benötigt zudem kein Regeneriersalz und manche Anlagen sind vollkommen wartungsfrei. 

Grundsätzlich sollte erwähnt werden, dass beide Systeme das Wasser nicht vollständig von Kalk befreien und immer eine gewisse Resthärte im Wasser verbleibt. Kalkablagerungen werden jedoch reduziert, was die Lebensdauer von Geräten verlängern und zu einer angenehmeren Wassernutzung beitragen kann.
 

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Angebotsvergleich leicht gemacht: Die passende Wasserenthärtungsanlage fürs Haus finden und wie Sie Angebote vergleichen

Die Anschaffung einer Wasserenthärtungsanlage sollte gut überlegt sein. Schon bei dem Gerätepreis gibt es große Unterschiede. So können Wasserenthärtungsanlagen für ein Einfamilienhaus bis zu 3000 € inkl. Mwst. kosten. Ob eine Anlage sinnvoll ist, sollten Sie von dem Härtegrad Ihres Wassers abhängig machen. Sollten Sie sich dafür entschieden haben, eine Enthärtungsanlage einbauen zu lassen sollten Sie verschiedene Angebote einholen. Dabei spielt die Haushaltsgröße (Anzahl von Personen, Bädern und Küchen) eine wichtige Rolle. 
Achten Sie beim Angebotsvergleich auf folgende Punkte (alternativ können Sie diese Informationen im Gespräch mit dem jeweiligen Anbieter in Erfahrung bringen):

  • Gerätepreis der Wasserenthärtungsanlage
  • Installationskosten
  • Kosten für eine evtl. notwendige Inbetriebnahme durch einen Werkskundendienst
  • Kosten für Zubehör wie z.B. Dosiereinrichtung
  • Ist ein Stromanschluss erforderlich?
  • Ist ein Abwasseranschluss erforderlich?
  • Ist evtl. eine Hebeanlage oder eine Regenerierwasserförderpumpe für das anfallende Abwasser erforderlich?
  • Ist eine Temperatur- und/oder Solebeständigkeit der Installation für das anfallende Abwasser notwendig?
  • Tritt eineVeränderung der Trinkwasserqualität ein und gibt es ggf. Erhöhung des Risikos vor Korrosion?

 

Zum selber Ausfüllen: Kostenfreie Checkliste für den Angebotsvergleich und großer Technologievergleich

Jetzt herunterladen

In unserem kostenfreien Technologievergleich „Wasseraufbereitung“ stehen Ihnen nochmal alle Informationen über Wasserenthärtungsanlagen zur Verfügung. Außerdem finden Sie zusätzlich eine Checkliste für den Angebotsvergleich zum selber Ausfüllen. So verschaffen Sie sich einen strukturierten Überblick über Ihre vorliegenden Angebote. Beide Dokumente können hier als PDF abgerufen werden.

Wenn Sie die Angebote nach diesen Kriterien vergleichen, steht der richtigen Wahl der Wasserenthärtungsanlage nichts mehr im Wege.

 

Wasseraufbereitung mit AQON Pure: Einmal bitte ohne Salz, aber mit Einbau zum Festpreis

AQON Pure ist ein umweltfreundliches Wasseraufbereitungssystem. Es schützt vor den Folgen eines hohen Kalkanteils im Wasser. AQON Pure wird am Hauswasseranschluss eines Gebäudes installiert und funktioniert durch die Bildung sogenannter Impfkristalle, die als Anlagerungspunkt für Kalk im Wasser dienen. Diese Kristalle werden mit dem Wasser aus dem Rohr gespült. Es erfolgt kein Ionenaustausch und die Qualität des Trinkwassers bleibt gleich. Zudem wird auch kein Regeneriersalz benötigt. 
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