Kalkschutzanlage: ohne Salz wirksam Kalkablagerungen reduzieren

Eine Kalkschutzanlage, häufig auch Kalkwandler oder Kalkumwandler genannt, ist eine Anlage, die dem Schutz der Trinkwasserinstallation vor Kalkablagerungen (Steinbildung) dient. Wir erklären, welche verschiedenen Kalkschutzgeräte es gibt, worin der Unterschied zu einer Wasserenthärtungsanlage besteht und worauf Sie beim Betrieb einer Kalkschutzanlage achten sollten.

 

Was ist eine Kalkschutzanlage und wofür wird sie eingesetzt?

Eine Kalkschutzanlage ist ein System, welches am Hauswasseranschluss eines Gebäudes installiert wird. Kalkschutzanlagen haben den Zweck, die Trinkwasserinstallation und deren Bauteile wie Boiler, Ventile, Rohrleitungen und andere Oberflächen, welche mit Wasser in Kontakt stehen, vor einer Verkalkung zu schützen. Kalkschutzanlagen reduzieren Kalkablagerungen und tragen somit zum Werterhalt eines Gebäudes bei, da einer vorzeitigen Alterung von wasserberührenden Komponenten durch Kalkablagerung entgegengewirkt wird. Kalkschutzanlagen werden vor allem dann eingesetzt, wenn besonders viel Kalk im Leitungswasser ist. Überall dort, wo die Wasserhärte 14 °dH oder mehr beträgt, also dem Bereich „hart“ zuzuordnen ist, werden Geräte zum Kalkschutz und der Wasserenthärtung empfohlen.

Bild: Verkalkte Wasserleitung - Hier ist eine Kalkschutzanlage sinnvoll

Wie funktionieren Kalkschutzanlagen und welche Verfahren gibt es?

Die Wasserbehandlung einer Kalkschutzanlage beruht auf dem Prinzip der Impfkristallbildung. Kalkschutzanlagen bilden (für das menschliche Auge unsichtbar) mikroskopisch kleine Kristalle aus Kalk. Häufig werden diese Kalkkristalle auch als Nano-Kristalle bezeichnet. Der im Wasser befindliche Kalk lagert sich bevorzugt an diesen Kalkkristallen an. Dadurch schwimmt der im Wasser befindliche Kalk nur noch mit bis er bei jeder Wasserentnahme aus dem Rohrleitungsnetz ausgeschwemmt wird. Dadurch wird auf effiziente Weise die Steinbildung (Kalkablagerungen) auf wasserberührten Flächen reduziert. Neben der AQON Pure Kalkschutzanlage gibt es weitere Kalkschutzverfahren, die nach dem Prinzip der Impfkristallbildung arbeiten. Wir erklären nachfolgend die Funktionsprinzipien von weiteren, gängigen Kalkschutzanlagen:

 

Physikalische Kalkschutzanlagen auf Basis von Magnet- und Elektrofeldsystemen

Es gibt mehrere Hypothesen, wie Magnet- und Elektrofeldsysteme das Impfkristallwachstum erzeugen, um einen Kalkschutzeffekt zu bewirken. Eine dieser Hypothesen geht davon aus, dass durch Magnet- bzw. Elektrofelder (Spannungsimpulse) die Oberflächenladung der im Wasser befindlichen kolloiden Teilchen beeinflusst wird. Dadurch sollen Elektrolysevorgänge ausgelöst werden, welche zu einem Überschuss an OH-Ionen führen. Dies soll wiederum zu einer lokalen Übersättigung führen, was verantwortlich für das Ausfallen von Calciumcarbonat als Impfkristall sein soll.

 

Elektrochemische Kalkschutzanlagen

Bei elektrochemischen Kalkschutzsystemen kommt es im Wasser zur sogenannten Unterspannungsabscheidung. Dabei wird zwischen einer Anode und einer Kathode eine Spannung angelegt. Ziel ist es hierbei, an der Kathode OH-Ionen zu bilden, was zu einer Erhöhung des pH-Wertes führen soll. Die dadurch hervorgerufene Übersättigung soll das Ausfallen von CaCO3 (Calciumcarbonat) bewirken. Die ausgefallenen CaCO3-Kristalle stellen die sogenannten Impfkristalle dar.

 

Elektrogalvanische Kalkschutzanlagen

Elektrogalvanische Kalkschutzanlagen können als ein System beschrieben werden, welches aus einer edleren Gehäusewand und einer Opferanode z. B. aus Zink besteht. Dadurch wird ein Korrosionsstrom erzeugt, welcher zur Auflösung der Opferanode führt. Der Kalkschutzeffekt soll darin bestehen, dass einerseits das ins Wasser abgegebene Zink das Kristallwachstum verringern soll, andererseits sollen sich an der Gehäusewand Impfkristalle bilden.

 

Kalkschutzanlagen nach dem Prinzip der heterogenen Katalyse

Bei Kalkschutzanlagen, die nach dem Prinzip der heterogenen Katalyse arbeiten, soll für die Bildung der Impfkristalle ein Granulat aus besonderen Polymeren verantwortlich sein. Die Impfkristalle sollen sich dabei in übersättigtem Wasser auf der Oberfläche des Polymer-Granulates bilden und werden durch die Wasserströmung nach Erreichen einer bestimmten Größe abgelöst.

Was ist der Unterschied zwischen einer Kalkschutzanlage und einer Enthärtungsanlage?

Eine Kalkschutzanlage entzieht dem Leitungswasser die Härtebildner Calcium und Magnesium nicht. Diese wertvollen Mineralien bleiben also im Wasser erhalten. Kalkschutzanlagen wandeln den im Wasser vorhandenen Kalk in Impfkristalle um. Daher werden Kalkschutzanlagen auch häufig als Kalkwandler oder Kalkumwandler bezeichnet. 
Eine Wasserenthärtungsanlage bzw. Entkalkungsanlage hingegen entzieht dem Leitungswasser die darin befindlichen Härtebildner Calcium und Magnesium und tauscht diese gegen Natrium aus. In diesem Zusammenhang spricht man von dem sogenannten Ionenaustauscher. Dabei ist zu beachten, dass Enthärtungsanlagen in der Regel kein vollkommen kalkfreies Wasser liefern. Häufig wird im Bereich von Wohnimmobilien immer eine Restwasserhärte im Wasser belassen.
Keines der beiden Verfahren verhindert also vollkommen, dass nie wieder Ablagerungen auf Armaturen und Oberflächen sichtbar werden. Beide Varianten machen den Umgang mit Kalk in den eigenen vier Wänden jedoch wesentlich leichter.

 

Zusammengefasst: Merkmale einer Kalkschutzanlage im Vergleich zur Entkalkungsanlage mit Salz

  • Eine Kalkschutzanlage bildet Impfkristalle, die als Anlagerungspunkt für Kalk im Wasser dienen. Dieser Kalk wird dann bei jeder Wasserentnahme ausgespült. Eine Wasserenthärtungsanlage tauscht Kalk (Magnesium und Calcium) gegen Natrium aus.
  • Eine Wasserenthärtungsanlage benötigt kontinuierlich Regeneriersalz (Natriumchlorid). Dieses muss regelmäßig nachgefüllt werden. Bei den sogenannten Regenerationsprozessen einer Enthärtungsanlage fällt Abwasser an. Hierfür wird ein Abwasseranschluss und unter Umständen eine Hebeanlage oder Regenerierwasserförderpumpe benötigt.
  • Eine Kalkschutzanlage benötigt kein Regeneriersalz. Einige Kalkschutzanlagen sind vollkommen wartungsfrei und benötigen auch keine Betriebsmittel. Es gibt jedoch einige Kalkschutzverfahren, bei denen es notwendig sein kann, bestimmte Wirkeinheiten, Kalkschutzgranulate oder Opferanoden nach bestimmten Zeitintervallen zu erneuern. In manchen Fällen benötigen auch Kalkschutzanlagen einen Abwasseranschluss. Wir empfehlen dies beim jeweiligen Hersteller zu erfragen.
  • In vielen Fällen verändern Kalkschutzanlagen die Trinkwasserqualität des örtlichen Versorgers nicht. Das eingespeiste Leitungswasser behält seine ursprüngliche Zusammensetzung. Elektrogalvanische Kalkschutzanlagen geben Zink an das Trinkwasser ab. Enthärtungsanlagen entziehen dem Trinkwasser Mineralstoffe (Calcium und Magnesium) und geben Natrium an das Trinkwasser ab.

 

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Preise einer Kalkschutzanlage

Die Preise von Kalkschutzanlagen variieren. Je nach Kalkschutzverfahren und Hersteller gibt es Preisunterschiede. Auch macht es ein Unterschied, ob eine Kalkschutzanlage in einem Einfamilienhaus oder einem größeren Gebäude zum Einsatz kommt. So werden für ein Einfamilienhaus z. B. physikalische Magnet- und Elektrofeldsysteme zum Kalkschutz schon für unter 100 € angeboten. Kalkschutzanlagen im Bereich der elektrochemischen Systeme oder der heterogenen Katalyse können hingegen auch bis zu ca. 3.000 € kosten. Im Vergleich dazu: Der Preis einer AQON Pure Kalkschutzanlage für ein Einfamilienhaus beträgt je nach Modell ca. 920 € oder ca. 1.800 €. Ein Kalkschutzanlagen Preisvergleich ist also empfehlenswert.

 

Vor der Anschaffung: Voraussetzungen für den Einbau einer Kalkschutzanlage

Kalkschutzanlagen werden in der Regel am Hauswasseranschluss hinter dem Wassermengenzähler (Wasseruhr) installiert. Dabei wird die Kalkschutzanlage entweder um die Leitung herum angebracht (physikalische Magnet- und Elektrofeldsysteme) oder direkt in die Rohre eingesetzt. Hierfür ist je nach Hersteller und Modell eine gewisse Länge an Rohrstrecke notwendig, um die jeweilige Kalkschutzanlage zu installieren. Für viele Kalkschutzgeräte ist eine freie Rohrstrecke die einzige Voraussetzung für die Installation. Für bestimmte Kalkschutzverfahren kann es jedoch notwendig sein, dass noch weitere Voraussetzungen gegeben sind. So benötigen z. B. elektrochemische Kalkschutzanlagen einen Stromanschluss. Auch bei Kalkschutzanlagen im Bereich der heterogenen Katalyse kann ein Stromanschluss notwendig sein. Teilweise ist außerdem zu prüfen, ob ein Abwasseranschluss vorhanden ist bzw. gelegt werden muss. So benötigen z. B. ebenfalls manche elektrochemischen Kalkschutzanlagen wie auch Geräte aus dem Bereich der heterogenen Katalyse einen Abwasseranschluss. AQON Pure Kalkschutzanlagen benötigen weder einen Storm- noch Abwasseranschluss.

Einbaubeispiel der AQON Pure Kalkschutzanlage

Betrieb einer Kalkschutzanlage: darauf sollten Sie achten

Im Vergleich zu einer Wasserenthärtungsanlage hat eine Kalkschutzanlage einen besonderen Vorteil: Das regelmäßige Nachfüllen von Regeneriersalz entfällt. Außerdem gibt es viele Kalkschutzanlagen, die wartungsfrei sind. Dadurch sind Kalkschutzanlagen besonders anwenderfreundlich. Je nach Kalkschutzverfahren weisen Kalkschutzanlagen jedoch unterschiedliche Produktmerkmale auf. Es ist daher empfehlenswert, schon in der Angebotsphase den Wartungsbedarf sowie den Austausch von bestimmten Bauteilen oder Wirkeinheiten abzuklären. Dies schützt davor, dass im späteren Betrieb unerwartete Kosten auf den Anwender zukommen:

  • Physikalische Kalkschutzanlagen auf Basis von Magnet- und Elektrofeldsystemen: Diese Kalkschutzanlagen sind in der Regel vollkommen wartungsfrei. Manche Anlagen benötigen Strom. Ansonsten sind keine Betriebsmittel notwendig.
  • Elektrochemische Kalkschutzanlagen: Manche Hersteller empfehlen, eine jährliche Wartung durch ein Fachunternehmen durchführen zu lassen. Einige Anlagen sind laut Hersteller wiederum wartungsfrei. Je nach Hersteller kann es außerdem notwendig sein, dass alle 1,5 bis 5 Jahre oder nach einem bestimmten Wasserverbrauch bestimmte Wirkeinheiten ausgetauscht werden müssen. Es gibt auch Anlagen, die solch einen Austausch nicht benötigen.
  • Elektrogalvanische Kalkschutzanlagen: Diese Kalkschutzverfahren benötigen in der Regel keine Wartung durch ein Fachunternehmen. Da sich jedoch kontinuierlich die Opferanode dieser Geräte (z. B. aus Zink) auflöst, müssen in bestimmten Zeitintervallen diese Opferanoden erneuert werden. Je nach Produkt und Hersteller kann dies nach 1 bis 7 Jahren der Fall sein.
  • Kalkschutzanlagen nach dem Prinzip der heterogenen Katalyse: Auch hier gibt es Hersteller, die eine jährliche Wartung ihrer Kalkschutzanlagen durch ein Fachunternehmen empfehlen. Es gibt auch Produkte, die laut Hersteller wartungsfrei sind. In jedem Fall muss jedoch nach einem bestimmten Zeitraum das sogenannte Katalysatorgranulat erneuert werden. Je nach Hersteller ist dies häufig nach 2 bis 7 Jahren notwendig.

 

Die AQON Pure Kalkschutzanlage

Die AQON Pure Kalkschutzanlage vereint viele Vorteile der oben genannten Verfahren. So ist z. B. die Installation denkbar einfach, da kein Abwasser- und auch kein Stromanschluss benötigt wird. AQON Pure wird einfach in die vorhandene Trinkwasserleitung eingebaut. Hierfür bieten wir sogar einen Einbauservice zum Festpreis. AQON Pure Kalkschutzanlagen sind außerdem besonders kundenfreundlich, da keine Wartung notwendig ist. Mit einer Lebensdauer von bis zu 10 oder 20 Jahren (je nach Gerätevariante), ist AQON Pure besonders langlebig. In dieser Zeit ist außerdem kein Verbrauchsmaterial notwendig. AQON Pure verursacht keine laufenden Kosten.

Zusammengefasst: Vorteile der AQON Pure Kalkschutzanlage

  • Umweltfreundliche Kalkschutzanlage ohne Verbrauchsmittel wie Salz, Opferanoden, Wirkeinheiten oder Katalysatorgranulate
  • AQON Pure benötigt keine Wartung
  • Einfache Installation ohne Abwasser- und ohne Stromanschluss
  • Nachhaltige Kalkschutzanlage ohne Verwendung von Kunststoffen
  • AQON Pure Kalkschutzanlagen können zu 100 % recycelt werden
  • Trinkwasserneutral: Die Zusammensetzung der Trinkwasserqualität Ihres örtlichen Versorgers wird nicht verändert.
  • Fullservice-Angebot mit optionalem Einbau zum Festpreis

 

Schon gewusst?

In England schreibt der sogenannte „Domestic Heating Compliance Guide“ für Neubauten, welche in einer Region mit hartem Wasser errichtet werden, vor, dass Maßnahmen zum Kalkschutz oder zur Wasserenthärtung installiert werden müssen. Dies dient vor allem der Nachhaltigkeit, da Kalkablagerungen auf Wärmeübertragungsflächen (z. B. im Warmwassersystem) zu einem erhöhten Energiebedarf führen.

 

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